Also ich war damals gerade beim Zerlegen einer Festplatte als es eine Spinne wagte über den Tisch zu krabbeln, da fragte ich mich was den Weg dieser Spinne wohl bestimmen würde, was sie antreibt, und wie viele Zeilen Code nötig sind um eine Spinne zu programmieren. 10000? 100000? Auf welche Situationen muss sie reagieren können? Wie handelt sie in einer neuen Situation? Wieviel Speicher muss ich der Spinne einpflanzen? Wie schaffe ich es dass sich die Spinne selbst reproduziert? und letztendlich: Wie kann ich das ganze dermaßen miniaturisieren? Wenn man erstmal eine Spinne programmiert hat, dann sollte es doch auch nicht so schwer sein einen Menschen zu coden. Zwar unendlich komplexer,aber immerhin möglich. Aber dann müsste der Code ja auch meine momentanen Gedanken berücksichtigen und über sich selbst nachdenken. Kann ich es schaffen dem Programmzwang zu widerstehen und etwas anderes zu denken als ich gerade soll oder war das auch schon eingeplant? Ist am Ende überhaupt nichts existent, und alles was ich sehe, höre, fühle oder rieche sind Illusionen die sich in meinem isolierten Geist erst ergeben? Bin ich vielleicht das einzige lebende Wesen und alles ist wie ein Film oder denkt jemand anders genausowie ich wodurch ich der Schauspieler in seinem Film wäre? wieso bilden sich überhaupt höhere Existenzformen? hat doch alles wunderbarfunktioniert damals als es nur Bakterien gab. ja noch besser, und noch länger her war doch alle Materie im Universum nur Wasserstoff und so wunderbar ordentlich und stabil. und noch ein Stück zurück: was war den bevor unser Univsersum anfing zu expandieren? nichts? also wenn ich nichts im Kühlschrank habe und schaue nachher wieder rein ist da immer noch nichts letztendlich: wie kann aus der mutmaßlichen nicht-existenz des Universums vor dem Urknall irgendwann ein Haufen von Molekülen entstehen der über sich selbst nachdenkt. wer programmiert so etwas, warum, und wozu? ist das nun Philosophie oder nicht?